Die Presse über uns

Hier kann man nachlesen, was die Presse über unseren Club berichtet hat.

Taubenzüchter wollen Perfektion

SVZ | 4.3.2016

Die Mitglieder des Giant Homer-Club Deutschland in Brüel wollen Schönheitsmerkmale der Tiere buchstäblich herauskitzeln. Internationale Kontakte bringen die Züchtung voran.

An den Bewertungskriterien lässt sich nicht rütteln: Die Befiederung soll absolut glatt sein, der Kopf eine Bogenlinie darstellen, nicht zu hoch oder zu flach, der Körper eine sehr breite Brustrundung haben und [zum Schwanz] auf eine Feder auslaufen. Und zehn Schwungfedern müssen es sein, keine mehr oder weniger. In Frankreich sei er mal bei der Bewertung „mächtig auf die Nase gefallen“, weil seine Taube elf Schwungfedern hatte, erinnert sich der Brüeler Gerhard Orlowske. „Damit ist sie nichts wert.“ Er ist Vorsitzender des Giant Homer-Clubs Deutschland, dessen Mitglieder sich der Züchtung dieser aus Amerika stammenden Riesenbrieftaube verschrieben haben.

Eine Reihe feiner Nuancen, „die ein Tier besonders schön machen oder hässlich aussehen lassen“, kommen noch hinzu, sagt Torsten Nitsche aus Diekhof bei Güstrow, Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender. Es gehe stets um Perfektion. Manches finde man erst über Jahre heraus, vor allem bei den Farbschlägen. Nitsche verstehe es, „genetisch alles herauszukitzeln“, sagt Orlowske anerkennend, die Tauben so zu paaren, dass sie der Perfektion immer näher kommen. „Er ist der Genetiker im Club.“

American Giant Homer, vor rund 100 Jahren aus Brief- und Nutztaube gekreuzt und dann veredelt, sei die eigentliche Bezeichnung, die hier verkürzt wurde. In Europa gelten die Ungarn als führend. Sitz der vor einigen Jahren gegründeten deutschen Spezialzuchtgemeinschaft wurde Brüel, weil der Vorsitzende hier zu Hause ist. Die mecklenburgische Kleinstadt als Zentrum, das höre kein Sachse oder Bayer gern, sagt Orlowske schmunzelnd, „aber wir haben beste internationale Kontakte, vor allem nach Ungarn, und kommen über Jahre an Spitzentauben heran, die die Züchtung voranbringen“. Dieses Jahr seien Mitglieder erneut dort gewesen. „Und je besser sie uns in Ungarn kennen“, sagt Nitsche, „umso preiswerter wird das für uns.“ In Ausstellungen gut bewertete Giant Homer kosteten dort zwischen 60 und 100 Euro. In Deutschland habe er schon von 350 Euro für ein Einzeltier gehört. Damit sei für ihn die Schmerzgrenze jedoch weit überschritten. Wobei die Preise derzeit fielen.

Der Giant Homer-Club zählt aktuell 21 Mitglieder. Bei ihrer ersten Zuchttier-Börse des Jahres in Brüel präsentierten sie „zu 98 Prozent Ungarntiere in relativ hoher Qualität“, so Orlowske. Norbert Jahn kam aus Jatznick bei Pasewalk und brachte fünf Tauben zum Verkauf mit, vier in Blau mit schwarzer Binde und einen Schimmel; eine schwarze Täubin hatte er erworben. „Das ist das Schöne, jeder gibt seine Erfahrungen weiter, und wir können kaufen, verkaufen oder tauschen.“ Die Züchter würden mitbringen, was sie zu viel haben, und Ausschau halten, was sie brauchen. Alle hätten die gleichen Interessen, doch die Geschmäcker seien nun mal unterschiedlich. Er habe 30 Paare für die Zucht und sei in ganz Deutschland unterwegs.

Giant Homer gehören zu den „am stärksten vertretenen Rassen“, sagt Nitsche. Ihre Zucht sei jedoch auch deshalb schwierig, weil sie groß seien und Platz brauchten, aber genauso Bewegung, um Muskelmasse aufzubauen statt nur Fett anzusetzen. Geschlachtet bringen sie ca. 600 Gramm auf den Tisch, andere Brieftauben etwa 400 Gramm. Mit den Flugkünsten sei es angesichts des Gewichts nicht zum besten bestellt. Sie würden kaum auf das Dach fliegen, sondern eher über den Hof laufen. Es sei aber eine „sehr ruhige Rasse“ und daher so beliebt. Und mit einem kleinen Trick – die Füße nach hinten legen [drücken] – würden sie sogar handzahm, verrät Nitsche. Für ihn zähle indes, dass eine Taube „nicht wie ein Fettkloß“ im Käfig hockt, sondern sich zeigt und ihre ganze Schönheit ausstrahlt.

Taubenzüchter wollen Perfektion

Züchter werben für ihr Hobby

SVZ | 23.1.2016

Giant Homer-Club Deutschland richtet in Brüel am 30. Januar die erste Zuchttier-Börse aus.

Sie sind die sanften Riesen aus Amerika – die Giant Homer-Tauben. Am kommenden Sonnabend, dem 30. Januar, stellt der Giant Homer-Club Deutschland auf einer Zuchttier-Börse in Brüel eigene Tiere, aber auch Raritäten aus ungarischer Zucht vor.

Im Clubhaus der Sporttaubenzüchter in Brüel in der Stichstraße zum Wasserwerk (von der Schweriner Straße kommend) findet die erste Zusammenkunft des Giant Homer-Clubs in diesem Jahr statt. Gegen Mittag wird sie dann auch für Nichtmitglieder geöffnet.

„Wir erwarten uns davon, dass sich noch mehr Leute für die Giant Homer-Tauben begeistern. Wir wollen neben Züchtern auch Liebhaber für dieses interessante Hobby gewinnen“, sagt der Brüeler Gerhard Orlowske, Vorsitzender der Spezialzuchtgemeinschaft. Er hat sich schon als Schulkind in der Freizeit intensiv mit Tauben beschäftigt. Über Coburger, Lerche und Strasser – allesamt bereits Rassetauben – fand er schließlich zu den Giant Homer.

23 Clubmitglieder werden am Sonnabend vor Ort sein. Die Züchter kommen vorwiegend aus Mecklenburg-Vorpommern, u. a. aus Güstrow, Schönberg, Stralsund, Rügen und natürlich Brüel; aber auch aus Brandenburg und Berlin. Damit auch interessierte Nichtmitglieder möglichst viele Informationen bekommen, gibt es nach dem Mittag Vorträge zu Tigerzeichnung und Vielfarbigkeit der Giant Homer. Ein dritter Vortrag rückt Taubengesundheit und Zuchtvorbereitung in den Mittelpunkt.

„Der Clubvorstand hat in Ungarn Tiere aus der Vielfarbenzucht aufgekauft. Ungarn ist die führende Nation der Giant Homer in Europa“, sagt Orlowske.

„Auf der kleinen Spezial-Zuchttierbörse am Sonnabend in Brüel wollen wir diese Raritäten in interessierte Züchterhände vermitteln“, ergänzt Torsten Nitsche, stellvertretender Vorsitzender. Der Züchter aus Diekhof bei Güstrow widmet sich seit über zehn Jahren dieser Rasse, für Tauben indes interessiert er sich schon seit frühester Jugend. „Die Börse wird aber sicherlich auch genutzt, um einige letzte eigene Tiere an Interessierte abzugeben. Die Zuchtvorbereitungen laufen vielerorts bereits auf Hochtouren und in Brüel können hoffentlich die letzten Paare für das kommende Jahr komplettiert werden“, sagt Nitsche.

Das Vielfarben-Gen und seine Besonderheiten werden ein Schwerpunkt auf der Zuchttier-Börse in Brüel sein, kündigt Clubvorsitzender Orlowske an. „Dieser Farbschlag ist in Deutschland noch nicht anerkannt. Drei Züchter aus unserem Club werden Ende November in Erfurt auf der Hauptschau der Deutschen Taubenvereinigung Giant Homer präsentieren und um Anerkennung werben. Denn nur der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter kann entscheiden, ob der Farbschlag anerkannt wird oder nicht“, sagt Gerhard Orlowske, der mit nach Erfurt fahren und dort um die Anerkennung werben wird.

Mit der Zuchttier-Börse wird Brüel nun nach der Jungtierbesprechung am Roten See 2014 zum zweiten Mal Treffpunkt für die Mitglieder des Giant Homer-Clubs Deutschland.

Die Züchter freuen sich auf viel Publikum. Für einen kleinen Imbiss und Getränke wird gesorgt. Die gesamte Veranstaltung steht übrigens im Zeichen des Giant Homer-Clubs Gyomaendröd in Ungarn.

Züchter werben für ihr Hobby

Jungzüchter stellt einen Champion

SVZ | 28.9.2014

Giant Homer Club Deutschland führte Jahreshauptversammlung und Jungtierbesprechung am Roten See in Brüel durch.

Mit seinen 16 Jahren war Eric Badorrek am Sonnabend das jüngste Mitglied des Giant Homer Clubs Deutschland, das Tauben aus seiner Zucht in die Wertung gegeben hatte. Und eines der erfolgreichsten: Seine Täubin ist ein Champion. „Brieftauben habe ich schon lange, aber mit Giant Homer habe ich vor einem Jahr ganz neu angefangen“, erklärt der 16-Jährige. Für sein Hobby hat er längst den Vater begeistert. Zuerst war es nur die Unterstützung bei Fahrten, wenn Volieren oder Sitzplätze gebaut werden oder beim Futter holen. Dann habe er sich gesagt „ich mache auch gleich mit“, so Vater Henry Badorrek.

Die erst vor einem dreiviertel Jahr gegründete Spezialzuchtgemeinschaft hatte Jahreshauptversammlung, Jungtierbesprechung und Schau an den Roten See nach Brüel verlegt. 86 Tauben der Rasse Giant Homer wetteiferten um das „weiße Brüeler Band“ – dem Diplom, das für zehn Tiere von einem Team, bestehend aus einem Preisrichter und drei Clubmitgliedern, vergeben wurde. Diplomierte Tauben stellten Gerhard Orlowske aus Brüel, gleich drei Gerhard Smolinski aus Glasewitz, Jürgen Bischoff aus Schönberg, Willi Struck aus Wesenberg, Eric Badorrek aus Dargezin, Norbert Jahn aus Jatznik, Dave Weckwerth aus Niemerlang und Marcus Pohl aus Jürgenstorf. In geheimer Bewertung entschieden dann alle Clubmitglieder über den jeweiligen Champion bei Täubin und Täuber.

Jungzüchter stellt einen Champion

Sanfte Riesen stellen sich vor

SVZ | 27.9.2014

Der Giant Homer Club Deutschland berät am Sonnabend in Brüel und zeigt eine der beliebtesten Taubenrassen in Deutschland

Noch sind es knapp zwei Dutzend Gleichgesinnte, die sich ernsthaft der Züchtung der sanften Riesen aus Amerika – der Giant Homer Tauben – verschrieben haben und Mitglied der Spezialzuchtgemeinschaft sind. Doch der Giant Homer Club Deutschland hat sich erst vor einem dreiviertel Jahr gegründet, im September folgte der Eintrag in das Vereinsregister. „Wir stehen nicht schlecht da“, sagt Torsten Nitsche, stellvertretender Vorsitzender. Der Züchter aus Diekhof widmet sich seit rund zehn Jahren dieser Rasse, für Tauben indes interessiert er sich schon seit frühester Jugend.

Am heutigen Sonnabend wollen die 17 Clubmitglieder ihre Giant Homer in Brüel vorstellen und Interessierte mit der Rasse bekannt machen. „Wir rechnen mit 90 Tieren in der Ausstellung“, freut sich der Brüeler Gerhard Orlowske, Vorsitzender der Spezialzuchtgemeinschaft. „Auch Jugendliche stellen Tauben aus, die, mit dem lila Bundesjugendring gekennzeichnet, gut erkennbar sind. Zudem werden wir Spezialtiere zeigen“, kündigt er an.

Clubmitglieder fahren zu europaweiten Ausstellungen und suchen Kontakt zu Züchtern in Tschechien, Ungarn und Polen. Die erste Europa-Tour von Vereinsmitgliedern und Sympathisanten führte so nach Tschechien. „Vielleicht findet der eine oder andere Giant nun den Weg nach Deutschland und setzt damit wieder ein Zeichen: Wir beleben den Gedanken der gesamt-europäischen Rassegeflügelzucht und freuen uns über jeden neuen guten Giant in unserer Zucht“, sagt der Brüeler. Eine Reise zu langjährigen Zuchtfreunden in Ungarn ist übrigens in Planung.

In Brüel ausstellen wird auch Otto Reichert, dreimaliger Europameister und mehrmaliger Deutscher Meister. „Es kommen mehrere Europameister nach Brüel“, so Gerhard Orlowske. Der Brüeler hat sich in diesem Jahr im tschechischen Lysà nad Labem einen Europameister-Titel geholt.

Giant Homer züchtet ist ebenso Hans Heinrich Stoll aus Dabel. „Er hat die Chance, ganz vorn mitzumachen“, zeigt sich Orlowske überzeugt. Die Clubmitglieder treffen sich heute bereits um 11 Uhr im Bootshaus am Roten See zu ihrer Jahreshauptversammlung und sehen den Tag insgesamt als Lehrveranstaltung. So wird ein Experte für Taubengesundheit anwesend sein. Am Nachmittag wird ein Team aus Preisrichter und Clubmitgliedern die besten Tauben auswählen, die mit einem Diplom ausgezeichnet werden – mit dem weißen Brüeler Band, was schon etwas besonderes sei, wie Torsten Nitsche sagt. Unter diesen Tieren bestimmen dann wiederum die Mitglieder getrennt nach männlich und weiblich den jeweiligen Champion. „Die dürften ca. 15.30 Uhr feststehen und das wäre vielleicht eine eine gute Zeit, wenn sich Leute unsere Tiere anschauen wollen“, lädt Orlowske zum Kommen ein. Wer möchte, kann natürlich schon zur Versammlung dabei sein, sagt er. „Wir wollen Leute erreichen, die Interesse an der Taubenrasse haben und sie mit vielen Informationen versorgen“, ergänzt Torsten Nitsche.

Norddeutschland sei die Hochburg der Giant Homer, weiß Gerhard Orlowske. Die – frei übersetzt – Riesenbrieftaube wurde um 1910 bis 1920 in Amerika aus Brieftaube und Nutztaube gekreuzt und so veredelt, wie sie sich heute präsentiert. Von Amerika trat die Giant Homer rasch ihren Siegeszug über den gesamten Globus an. „Giant Homer gehören zu den zehn beliebtesten Taubenrassen in Deutschland“, weiß der Vereinsvorsitzende. An diesem Sonnabend werden etliche von diesen Tauben im Brüeler Bootshaus zu sehen sein.

Sanfte Riesen stellen sich vor

Sanfte Riesen stellen sich vor